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Nina Dorizzi

Besuch von Nina

Nina Dorizzi

Es ist fast 3 Jahre her, dass ich einfach nur durch einen großen Zufall von Nina erfahren habe.

Werner rief an und sagte: "Schaltet schnell auf 3sat, da kommt ein Film von einer beatmeten Schweizerin".

Christian hat gleich den Fernseher angemacht. Der Film hatte gerade begonnen und wir waren beide gleich von Nina in ihren Bann gezogen.

Mit freundlichem schweizer Dialekt erzählte dort eine fröhliche Frau mit knitzigen Augen aus ihrem Leben und von ihrer Stiftung.

Es war sehr beeindruckend und faszienierend - dass wir den Anfang des Films verpasst hatten, ärgerte uns jetzt schon sehr.

Von Nina so fasziniert, wollte ich mehr von ihr wissen. Ich habe über das Internet Ihre Adresse herausbekommen und einfach an sie geschrieben, dass wir den Film fast ganz gesehen haben und wie beeindruckend wir sie finden und dass wir es uns klasse vorstellen würden, sie persönlich kennenzulernen.

Prompt bekam ich riesig nette Antwort und dann auch gleich noch ein Päckchen mit ihrem Film auf Videokassette und ihren Büchern (Erfahrungen und Gedichte).

Von Kirchheim bis Winterthur sind es knapp 220 km. Christian und ich nahmen uns fest vor, sie irgendwann mal in der Schweiz zu besuchen.

Sehr viel ist zwischenzeitlich passiert. Ich konnte nicht so "weite" Ausflüge machen, aber dennoch hatten wir weiterhin per E-mail Kontakt.

Anfang September bekam ich auf meine schon mehrmals gestellte Frage, ob Nina andersrum nicht mal ins Schwabenländle kommen wolle, spontan eine Zusage und nun wurde es endlich wahr:

NINA WAR DA!

Heute wurde es wahr, Nina war da...

...nochmal ihr und Urs ganz lieben Dank für ihren netten Besuch.

Wir hatten einen schönen unterhaltsamen interessanten Nachmittag zusammen.

Obwohl sie viele Jahre länger beatmet ist als ich, fanden sich doch mehrere Parallelen.

Nina wird auch mit einem Beatmungsgerät von BREAS beatmet, allerdings dem 401er. Für mich war sehr irritierend, dass sie 18 Atemzüge in der Minute atmet. Ich war immer versucht noch 6 Atemzüge zuzuatmen, damit ich mit ihrem Rhytmus stimmig werden konnte...

Ganz besonders froh war ich, dass sie so gut aussah und es ihr Gottseidank wieder besser geht.

Wir haben über so Vieles geredet: über Beatmung, persönliche Assistenz, Hilfsmittelversorgung - dabei über die Einhaltung der leidigen Produkthaftung trotz Sonderanfertigung, die Grunderkrankungen,  unsere Erfahrungen in der häuslichen Pflege, Gesetzgebung für Rechte von Behinderten - einfach über Gott und die Welt...

Nina war so herzlich und herrlich unkompliziert.

Aus ihrer Jahrzehnte langen Erfahrung heraus kann sie äußerst interessante kompetente und hilfreiche Tipps geben.

Urs, ihr Mann, technisch sehr versiert, hat ebenso beste Vorschläge parat, wie man sich das beatmete Leben erleichtern kann.

Nina und ich haben uns auch über Ängste, die Beatmung mit sich bringt, und Abhängigkeiten ausgetauscht.

Wir können diesbezüglich von vielen Erfahrungen identisch berichten.

Für mich war jedoch sehr beeindruckend, dass sie die Situation ebenso empfindet, wenn sich eine neue Pflegekraft vorstellt; wenn man vom Bauch her weiß, das klappt wahrscheinlich nicht, man es gezwungenermaßen jedoch probiert, weil man die Pflegeperson braucht.

Diese Situation empfinden wir beide so identisch als fatal. Sie nach 45 Jahren immer noch genauso, wie ich nach erst 3 Jahren.

Kompromisslösungen, immer wieder Chancen geben sind dabei dann so energieraubend, enervierend und bedrückend.

Man muss es immer mit schweren seelischen Belastungen und körperlicher Einschränkung und Entkräftung büßen.

Wir sind uns beide darüber im Klaren, in dieser Angelegenheit kann aus einem Kompromiss  nichts Gutes entstehen.

Natürlich war der Nachmittag wunderschön, aber auch viel zu kurz.

Ninas Einladung, sie in Winterthur zu besuchen, kann ich nun nicht mehr wahr machen...



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